Schönes Wochenende, liebe Börsianer. Gestern habe ich mich in Stuttgart mit Schulfreunden getroffen. Wir bekommen das meist zweimal pro Jahr hin, obwohl es uns in alle Richtungen verstreut hat. Zur Übernachtung habe ich im Motel One Stuttgart-Mitte eingecheckt. Ich habe zum ersten Mal bei dieser Hotelkette gebucht und kann den guten Ruf, der den Motel-One-Hotels beim Preis-Leistungs-Verhältnis vorauseilt, bestätigen: gute Lage, fairer Preis.
Die Hotelbar ist rund um die Uhr geöffnet und direkt in eine weitläufige Lobby integriert. In den großen, offenen Sitzbereichen sitzen viele Hotelgäste, trinken Kaffee oder nutzen die entspannte Atmosphäre zum Arbeiten. Ich mag es, wenn Hotellobbys belebt sind und ein kosmopolitisches Flair versprühen.
Zum Essen sind wir 100 Meter weiter im Block House gelandet. Die Steakhouse-Kette lässt sich wohl am ehesten mit dem börsennotierten Texas Roadhouse aus den USA vergleichen: niedriges Preisniveau, solide Qualität. Kommt jemand aus Stuttgart und kann gute Restaurants empfehlen?
Apropos Hotels: Ich halte die Aktien der großen Hotelketten Marriott und Hilton für ein gutes Investment. Die Marriott-Aktie war am Freitag mit +4 % sehr stark und konnte sich zuletzt komplett vom Nasdaq-Crash entkoppeln. Das Allzeithoch ist in Schlagdistanz, und ich glaube, dass man mit einem langfristigen Investment wenig falsch machen kann.
Die großen westlichen Metropolen sind begehrte Touristenziele. In China und Indien gelingt jedes Jahr Millionen Menschen der wirtschaftliche Aufstieg in die gehobene Mittelschicht, die sich Reisen nach Europa und in die USA leisten kann. Das sorgt für stetig wachsende Besuchermassen. Die Tourismusbranche boomt, der internationale Reiseverkehr steigt – ein Ende ist nicht in Sicht. Marriott und Hilton gehören in den großen Städten zu den Platzhirschen und profitieren von steigenden Übernachtungspreisen.
Marriott besitzt über 30 Marken, darunter Ritz-Carlton, St. Regis, W Hotels, Sheraton, Westin, Marriott, Courtyard, Moxy und die Autograph Collection. Das Portfolio deckt alle Preiskategorien und Zielgruppen ab.
Das Loyalitätsprogramm „Marriott Bonvoy“ umfasst über 180 Millionen Mitglieder und sorgt für wiederkehrende Buchungen. Ich sehe hier einen Burggraben aufgrund starker Netzwerkeffekte – ähnlich wie bei Kreditkartenfirmen. Zudem gilt bei Hotelstandorten das Prinzip „First come, first served“. Neue Hotels haben es schwer gegen Marriott, das mit spezialisierten Teams neue Standorte quasi am Fließband ausfindig macht und entwickelt.
Der Burggraben von Marriott ist nicht auf den ersten Blick sichtbar, festigt sich aber mit der steigenden Zahl der betriebenen Hotels. Und ganz nebenbei: Es fühlt sich gut an, in einem Hotel zu übernachten, an dem man als Aktionär beteiligt ist.