Schönen Mittag, liebe Börsianer. Französische Anleihen werden abverkauft. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen erreicht 5,1 %. Anleger flüchten aus Frankreich. Kaum ein privater Investor will den französischen Staat noch finanzieren.
Frankreich ist in die sozialistische Falle getappt. Mit Milliarden hat man potenzielle Wählergruppen alimentiert. Die Staatsquote wurde dabei auf 57,5 % aufgebläht. Doch nun ist kein Geld mehr zum Umverteilen da.
Für 2025 meldet das französische Statistikamt insgesamt 771 Milliarden Euro an staatlichen Sozialleistungen in Geld- und Sachform. Fatalerweise wurden letztes Jahr nur 132,2 Milliarden Euro für öffentliche Investitionen ausgegeben.
Frankreich gibt damit fast sechsmal so viel für direkte Sozialleistungen aus wie für öffentliche Investitionen. Frankreich zerfällt vor den Augen seiner Bürger. Die gesellschaftlichen Spannungen eskalieren.
Linke Politiker behaupten, der Kapitalismus sei schuld daran. Sie dürfen mit dieser Desinformation nicht durchkommen.
Frankreich hat über Jahrzehnte einen umfangreichen Sozial- und Transferstaat aufgebaut. Das zentrale fiskalische Problem besteht darin, dass die dauerhaft hohen Ausgaben nicht durch entsprechende Einnahmen gedeckt werden.
Wenn ein weiterer Schritt in Richtung Sozialismus (noch höhere Staatsquoten, noch mehr Umverteilung, noch höhere Steuern, noch mehr Regulierung) vollzogen wird, werden die europäischen Städte in 30 Jahren heruntergekommen sein und Betonwüsten gleichen.