Guten Morgen, liebe Börsianer. Ich denke gerne über sogenannte „Big-Money-Trades“ nach. Meinen ersten Erfolg dieser Art landete ich im Jahr 2006 mit Repower. Das Ergebnis war annähernd eine Verdreifachung.
Seitdem weiß ich: Nur die großen Bewegungen können mein Depot entscheidend voranbringen. Das klingt wie eine bedeutungslose Binsenweisheit, aber bitte bedenken Sie, liebe Börsianer:
Die meisten Trader scheitern daran, den großen Fisch an Land zu ziehen, weil sie bei ihren Gewinnertrades notorisch zu früh die Gewinne realisieren.
Manchmal kommen Kursvervielfacher eher unverhofft; die Münchener Rück zähle ich zu dieser Kategorie. Ich kaufte die Aktie ursprünglich als soliden Dividendenwert, doch dann bekam sie plötzlich Flügel. Wenn man konsequent in Qualitätsaktien investiert, wird man diese Erfahrung immer wieder machen.
Die wahre intellektuelle Herausforderung besteht jedoch darin, proaktiv über neue Big-Money-Trades nachzudenken. Wo liegt der Markt falsch? Welche Unternehmen werden ihre Gewinne weitaus stärker steigern, als es der Markt derzeit erwartet? Ich suche gezielt nach Szenarien, über die heute noch niemand spricht.
Der Hotelsektor hat diesbezüglich mein Interesse geweckt. Der Personalkostenanteil für den Betrieb eines Hotels liegt in der Regel bei rund 35 %. Der Übernachtungspreis hingegen ist maßgeblich von der Lage und der Ausstattung abhängig.
Sollten humanoide Roboter in den nächsten fünf Jahren einen Großteil der Arbeiten in Küche, Wäscherei und Zimmerservice übernehmen, wird der Personalkostenanteil auf unter 20 % fallen. In Kombination mit stabilen Übernachtungspreisen würde das die Gewinne regelrecht explodieren lassen.
Hauptprofiteure dieses Trends sind die Platzhirsche Marriott und Hilton. Beide Aktien sind echte Dauerläufer. Ein Investment bietet hier meiner Meinung nach deutlich mehr Chancen als Risiken.