2 Thesen zur Stärke der Dividenden-ETFs

Schönen Samstagmorgen, liebe Börsianer. Ich bin nach wie vor verblüfft über die Nominierung von Kevin Warsh als möglichen Fed-Chef. Nach allem, was ich von ihm gelesen habe, ist er Monetarist und Befürworter einer schrumpfenden Fed-Bilanz, also das genaue Gegenteil dessen, was Donald Trump politisch fordert. Der Goldmarkt reagierte panisch mit dem größten Intraday-Verlust dieses Jahrtausends.

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Heute geht es mir erneut um Dividenden-ETFs als strategische Ergänzung zu Welt-ETFs. Die beigefügte Tabelle zeigt fünf ETFs, in die ich selbst investiert bin.

These 1: KI wird zum Margen-Booster für träge Konzerne

Künstliche Intelligenz ist der Rettungsanker für regulierte, bürokratische Branchen. Banken und Versicherungen melden im Wochentakt Fortschritte bei der Prozessautomatisierung. Jeder Prozentpunkt weniger Kosten wirkt bei niedrigen Bewertungen überproportional auf den Gewinn.

Genau hier liegt der Hebel: Günstig bewertete Dividendenzahler + steigende Profitabilität = unterschätztes Renditepotenzial. Mit Dividenden-ETFs investiere ich gezielt in einen breiten Korb solcher Profiteure.

These 2: Tech muss Bewertungen verdauen. Dividenden-Titel können in dieser Zeit marschieren.

In meiner Börsianer-Jugend erlebte ich die „verlorene Dekade“ im NASDAQ-Index hautnah mit. Nach dem Platzen der Dotcom-Bubble im Jahr 2000 mussten die hochbewerteten Technologie-Aktien ihre Bewertungen erst einmal verdauen.

Betrachten wir einmal nüchtern die Zusammensetzung des MSCI World: Die Top 10 im MSCI World bestehen aus der Crème de la Crème der Unternehmenswelt. Königlich sind allerdings auch die KGVs. Ich habe die erwarteten KGVs für das Geschäftsjahr 2026 in Klammern hinzugefügt:

Nvidia (41), Apple (31), Microsoft (27), Amazon (30), Alphabet (30), Broadcom (32), Meta (24), Tesla (200), Eli Lilly (31).

Im Dividenden-ETF von VanEck sieht die Top 10 folgendermaßen aus. In den Klammern finden Sie erneut die erwarteten KGVs für das Geschäftsjahr 2026.

Roche (17), Pfizer (9), HSBC (10), Verizon (10), TotalEnergies (10), Rio Tinto (10), Allianz (12), Bristol Myers (9), Sanofi (10), Intesa Sanpaolo (11).

Zwei Welten. Zwei Bewertungsniveaus. Zwei völlig unterschiedliche Erwartungshaltungen.

Mein Fazit: Ich gehe davon aus, dass die KI-Revolution die Kostenbasis großer Konzerne spürbar senkt. Steigende Gewinne treffen dabei auf niedrige Bewertungen. Genau diese asymmetrische Chance kaufe ich mir mit Dividenden-ETFs ein.

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