Top 5 US-Hausbau-Aktien nach der 200 Mrd.-USD-Intervention

Schönen Sonntag, liebe Börsianer. Letzten Donnerstag gab die US-Regierung einen massiven staatlichen Eingriff in den US-Hypothekenmarkt bekannt. Durch den Ankauf von Anleihen im Wert von 200 Milliarden US-Dollar sollen die Hypothekenzinsen gedrückt werden. Ziel: Der Traum vom eigenen Haus soll für die US-Bürger wieder realisierbar werden.

In den USA behalten Banken Immobilienkredite meist nicht in ihren eigenen Büchern. Stattdessen bündeln sie Tausende von Krediten zu Paketen, den sogenannten Mortgage-Backed Securities (MBS) oder Hypothekenanleihen. Diese Pakete verkaufen sie an Investoren an der Wall Street.

Der US-Staat als neuer Käufer mit 200 Milliarden Dollar erhöht die Nachfrage nach diesen Anleihen massiv. Nach dem Marktgesetz steigen bei hoher Nachfrage die Preise der Anleihen. Da Anleihekurse und Zinsen (Renditen) sich immer gegensätzlich bewegen, sinken die Zinsen für diese Anleihen. Die Banken wissen nun, dass sie ihre Kreditpakete an den Staat zu sehr niedrigen Zinsen „verkaufen“ können.

Davon profitieren vor allem die großen, börsennotierten Hausbau-Unternehmen („Homebuilders“), da günstigere Kredite die Nachfrage nach Neubauten ankurbeln und die Erschwinglichkeit für Käufer verbessern. Hausbau-Aktien reagieren oft überproportional auf Zinsänderungen. Ein Rückgang der Hypothekenzinsen um nur 1 % kann die monatliche Belastung für Käufer um hunderte Dollar senken und so eine neue Käuferwelle auslösen. In den USA herrscht ein strukturelles Unterangebot an Wohnraum. Staatlich gestützte, niedrigere Zinsen wirken hier wie eine Starthilfe für die Neubau-Nachfrage.

Mir gefällt der Sektor. Ich beobachte ihn schon seit über 10 Jahren. D.R. Horton ist eine Dauerläufer-Aktie und konnte in den letzten 10 Jahren durchschnittlich um 20 % pro Jahr zulegen. D.R. Horton glänzt nicht nur durch Kursgewinne, sondern auch durch eine sehr aktionärsfreundliche Politik mit regelmäßigen Aktienrückkäufen, was die Anzahl der ausstehenden Aktien reduziert und den Gewinn je Aktie treibt.

Zudem glaube ich, dass es für Anleger sinnvoll ist, den Sektor in Hochzinsphasen antizyklisch zu kaufen, wenn die Geschäftserwartungen im Keller sind. Die Intervention der US-Regierung auf dem Hypothekenmarkt ist ein Pivotal Point für den Sektor.

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